Wildgarten
Wildgarten

press to zoom
Wildgarten
Wildgarten

press to zoom
Wildgarten
Wildgarten

press to zoom
Wildgarten
Wildgarten

press to zoom
1/12

© Sandra Grossauer, Superblock ZT GmbH

Wildgarten
Bauplatz 2

FINALIST KATEGORIE WOHNEN

ADRESSE

Wildgartenallee 25 und 27

Emil-Behring-Weg 3 und 5

Leonore-Brecher-Weg 3, 5, 8

1120 Wien

PROJEKTENTWICKLER

ARE Austrian Real Estate

ARCHITEKT

Superblock ZT GmbH
(Freiraum: YEWO Landscapes GmbH)

EIGENTÜMER

Wildgarten BPzwei Entwicklungs GmbH

FERTIGSTELLUNG

2020

Das Wohnprojekt Wildgarten Bauplatz 2 umfasst 11 Wohnhäuser mit gut 200 frei finanzierten Miet-Wohnungen und einer Sammelgarage. Der Fokus des Projektes erschließt sich erst auf den zweiten Blick: Zufriedene Bewohner in einer nachhaltigen Wohnanlage. Die Vielfalt der Gebäude macht den Charakter des Bauplatzes aus, denn die Gebäudegrößen reichen vom Reihenhaus bis zum achtgeschossigen Punkthaus und ermöglichen so eine breite Vielfalt der Grundrisse der einzelnen Wohneinheiten. Der Wildgarten ist damit alles andere als eine Standardarchitektur, die differenzierten einzelnen Baukörper wurden optisch aufeinander abgestimmt und treten in Dialog miteinander.

 

Als identitätsstiftende Merkmale verweisen die Bezeichnungen der Häuser auf Figuren aus Kinderbüchern, so sind beispielsweise die 3 Stanisläuse etwa Namensgeber für drei unterschiedlich hohe Reihenhäuser. Aber auch die unterschiedlichen Fassaden betonen die Identität der verschiedenen Häuser. Die Ausgestaltung der Wohnanlage mit hinterleuchteten großformatigen Darstellungen von mikroskopischen Querschnitten von Wildpflanzen , großzügigen halböffentlichen Freiflächen, , einem durchlässigen Fußwegenetz, Nahversorgung für Anrainer:innen sowie eine Gästewohnung und Gemeinschaftsräume aber auch das Nachbarschaftszentrum für Veranstaltungen auf dem angrenzenden Bauplatz in unmittelbarer Nachbarschaft lassen bei den Bewohnern kaum noch Wünsche offen.

Der Einsatz von ökologischen Baumaterialen war Teil des Konzepts, für die Fassade einiger Gebäude wurde etwa recyceltes Aluminium verwendet, selbst der Bodenaushub wurde verwertet. Besonderes Augenmerk wurde auf die Entwicklung unterschiedlicher Mobilitätskonzepte gelegt: Die Wege im Areal selbst sind autorfrei gestaltet, angeboten wird Elektro-Carsharing und eine Ausleihstation für Handkarren. Eine Selbsthilfe-Fahrrad-Werkstatt beim Nachbarschaftszentrum ermöglicht den Bewohner:innen kleinere Reparaturen und Services schnell und unkompliziert vorzunehmen. Auch kann beim Nachbarschaftszentrum ein Lastenrad ausgeliehen werden.

Dem Anspruch der vorbildlichen Quartiersentwicklung wurde in der Kooperation mit den anderen Bauplätzen hohe Aufmerksamkeit gewidmet und zur Unterstützung ein Qualitätssicherungsprozess implementiert. Ergebnis ist eine nachhaltig entwickelte Siedlung mit Gartenstadtcharakter. Der Gestaltungswille des Projektentwicklers ist geradezu fühlbar. Die neugierig-ambitionierte Herangehensweise ist nicht nur dafür belohnt worden, gleichzeitig wurde damit ein anregender Beitrag für städtische Siedlungstypologien geleistet und viele neue Erkenntnisse gewonnen.