©J.Konstantinov und ©Weissenseer

OeAD-Gästehaus mineroom Leoben

FINALIST KATEGORIE WOHNEN/NEUBAU

ADRESSE

8700 Leoben, Josef-Heissl-Straße 26

PROJEKTENTWICKLER

OeAD-WohnraumverwaltungsGmbH

ARCHITEKT

AAP Architekten ZT GmbH

EIGENTÜMER

Gemeinnützige Wohn- und
Siedlungsgenossenschaft
Ennstal GmbH Liezen

FERTIGSTELLUNG

2016

Das OeAD-Gästehaus mineroom in Leoben ist weltweit das erste großvolumige Passivhausstudentenheim in Holzbauweise. Es bietet 201 internationalen sowie österreichischen Studierenden der weltbekannten Montanuniversität ein zeitgemäßes Zuhause. Der enge Bezug der Universität zur Region und den natürlichen Ressourcen war für das Gästehaus mineroom namensgebend und spiegelt sich auch im Gebäude selbst wider.

Das gesamte Bauwerk wurde in Holzbauweise errichtet mit Ausnahmen von Eingangsbereich, Kellergeschoß und den beiden Stiegenhäusern. Die Außenwände bestehen aus einer vorgefertigten, mit Mineralwolle ausgedämmten Holzriegelkonstruktion. Inspiriert von der Lebendigkeit und dem Farbenspiel des Erzgesteins wurden die formal klaren Baukörper mit einer plastischen, mehrfärbigen Holzschalung verkleidet. Die vorgegraute Stulpschalung, die immer wieder aus der glatten unbehandelten Lärchenholzschalung hervorbricht, zieht sich aderförmig über das Gebäude und wird sich im Laufe der Zeit in verschiedenen Grau-, Braun- und Rottönen unregelmäßig verfärben.

Die vertikale Erschließung für den 6- und 5-geschoßigen Baukörper erfolgt über ein zentral im „erweiterten Wohnzimmer“ gelegenes Stiegenhaus mit Aufzug. „Stollen“ führen als unregelmäßig breite Gänge durchs Gebäude, durchbrechen immer wieder die Gebäudehaut und öffnen sich in Form von allgemein genutzten „Stuben“ und WG-Gemeinschaftsräumen nach außen. Dadurch werden alle Gänge und Stiegen natürlich belichtet.

Die barrierefreien Wohneinheiten befinden sich im Erdgeschoß des nordseitigen Baukörpers und sind über eine Rampe vom erweiterten Wohnzimmer aus erschlossen, daher gibt es für Bewohner mit eingeschränkter Mobilität kurze Wege zu den Allgemeinbereichen.

Neben einer hocheffizienten, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, einer optimierten Gebäudehülle und einer größtmöglichen PV-Anlage wurden auch stromverbrauchende Komponenten optimiert und Standby-Funktionen vermieden.

Eine Initiative von